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WOYZECK

von Georg Büchner

Woyzeck ist der Mensch, auf dem alle herumtrampeln. Somit ist er eher ein Opfer als primär Täter. Was wäre Woyzeck heute?
Ein junger Mann in prekären Verhältnissen, ohne Chance auf sozialen Aufstieg. Er schlägt sich mit Gelegenheitsjobs durch, ruiniert aus finanzieller Not seine Gesundheit bei zweifelhaften medizinischen Versuchen, schlägt mit Andres die Zeit tot und muss erkennen, dass das Einzige, was seinem Leben einen Halt gibt, -die Beziehung zu Marie -, in die Brüche geht, sie ihm entgleitet. Das führt zwangsläufig zur Katastrophe.
Aber auch die Welt um ihn herum steht auf tönernen Füßen, Hauptmann und Doktor sind sich durchaus bewußt, dass auch sie jederzeit ihren sozialen Status verlieren können, nur Rädchen im Getriebe einer unmenschlich gewordenen Gesellschaft sind.

Das Fragmentarische des Stücks wird ganz bewußt beibehalten, Situationen blitzen auf, Schlaglichter wie Videoclips, grell, schnell und durchaus auch komisch überzeichnet.