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Die Räuber

Bühnenklassiker mit Musik in 12 Szenen mit einem Vorspiel
von Friedrich Schiller


"Die Räuber" - als Wagnis

Stelle mich vor ein Heer Kerle wie ich, und aus Deutschland soll eine Republik werden, gegen die Rom und Sparta Nonnenklöster sein sollen. – Schillers grandioses Stück über Idealismus und Scheitern der Freiheitsidee.
Die Katakombe zeigt Schillers "Räuber" als Auseinandersetzung mit Wert- und Unwertbegriffen
Friedrich Schillers Schauspiel "Die Räuber", provokativ, gefühlsexplosiv, ein "Vorwand" moderner Konfrontation mit dem Dichter von damals: In der Katakombe eine höchst interessante Collage, verteilt auf zwölf Bilder, zugeordnet Schillers Büste, die, von Plastik verhüllt, als permanente Rechtfertigung des theatralischen Wagnisses sichtbar bleibt.... Bemerkungen von und über Schiller, Kommentare von Zeitgenossen, Zitate zu Begriffen wie Freiheit, Schicksal, Gerechtigkeit: Die Grenzen sind fließend, das dramatische Geschehen wird als Puzzle präsentiert....Dabei bleiben Schillers Hauptfiguren aber in ihrer Struktur durchaus gewahrt: Franz ist durch Liebesentzug zum Bruderhasser, Vatermörder und Frauenschänder geworden; Karl versteht die Menschen zu begestern, alles fällt ihm zu; Amalia kann nicht ablassen von ehrlichen Gefühlen. Und der alte Moor ist ein Manipulierter, er geht schließlich an seinem Wankelmut zugrunde....Mit wenigen, prägnanten Requisiten und Kostümen,Spotlights und Leitmelodien schufen Schilb und Choreographin Carola Moritz diese "Räuber"-Interpretation; sie trifft den Kern des Stücks und regt gleichzeitig zur Auseinandersetzung mit einer Fülle moderner Deutungsmöglichkeiten an. Das Gedankengut von Reformation, französischer Revolution, Hambacher Manifest und 1968er-Generation erobert den Räuberstoff. Man kann ihn in dieser Form ablehnen oder bejubeln. Halbherzigen Konsum gestattet er dem Publikum nicht.