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Kleiner Mann, was nun?

nach dem Roman von Hans Fallada
von Tankred Dorst und Peter Zadek


Eine Revue mit Köpfchen

Seit den dreißiger Jahren begleitet uns das Schicksal des kleinen Angestellten in der Gestaltung Hans Falladas. "Kleiner Mann - was nun?" wurde sein größter Erfolg. Vielfach übersetzt und zweimal verfilmt, taucht der Stoff in unsicheren Zeiten immer wieder in den Programmen auf. Eine erfolgreiche Theaterbearbeitung schufen Tankred Dorst und Peter Zadek 1972 mit ihrer "Revue Berlin 1930". Falladas Roman wird darin szenisch aufgelöst, wodurch der exemplarische Charakter der einzelnen Szenen stark betont wird. Im Wechsel mit Liedern, Moritaten-Songs, Cancan, Ballett und Charleston kommt die Geschichte voran. Sie endet mit der hoffnungslosen Arbeitslosigkeit des kleinen Mannes Pinneberg, der mit seiner Frau "Lämmchen" und ihrem kleinen Sohn illegal eine Gartenlaube außerhalb Berlins bewohnt. Niemand braucht die Pinnebergs, aber das Leben geht weiter: also ein Charleston.

Was Falladas Buch sentimental macht - und erfolgreich werden ließ - ist die darin geschilderte Angst und das ernstgenommene Glück des einfachen Mannes.

Das fünfköpfige Ensemble leistet beinah einen Dauerauftritt. Sie machen alles: imitieren abwechselnd den Pianisten, spielen die verschiedensten Rollen, springen aufgedreht im Cancan über die Bühne und haben danach wieder eine trauliche Szene. Ein echtes kleines Feuerwerk - die Schauspieler und Schauspielerinnen haben ihren Spass und so hat das Publikum den seinen.