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Ich bin so wild nach deinem Erdbeermund

oder: Francois Villon, Rebell aus Paris

Theatralische Ballade mit Musik

Er deckte nicht den Bedarf der Oberschicht, er schrieb für das "Unten", für die, die weder des Lesens noch des Schreibens kundig waren. Man kann von Villon nicht anders sprechen als von einem Fanatiker der absoluten Unabhängigkeit. Für ihn gab es keinen Brotherren. Ihm schrieben Parteien und Gemeinschaften nicht die Tendenz vor, in deren Enge sein Werk sich zu halten hatte. Für ihn existierte auch keine Flucht vor der Wirklichkeit. Er schrieb ohne Schwulst und Schnörkel, wie es ihm aus der Feder und dem Herzen floss.
Dem Volk dichtete er Lieder, die es verstand. Er wurde der Sänger der Hungernden, Unterdrückten. Kein Zufall, wenn Bertolt Brecht sich fünfhundert Jahre später von Villon mehr als nur inspirieren lässt. Er stöberte die Massen des Volkes aus ihren Schlupfwinkeln auf und versuchte, Sie aus ihrer Lethargie zu reißen, in ihnen neues Bewusstsein zu wecken. Er hatte den Mut zur Revolte. Er wurde zum Anwalt der Unterdrückten.
Sein fanatisches Engagement für die Freiheit und die Gerechtigkeit für das Volk, aus dem er kam und zu dem er gehörte, macht ihn zu einem Vorläufer der großen Französischen Revolution.