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DER PRINZ VON HOMBURG

von Heinrich von Kleist

Der "Prinz von Homburg" ist Kleists größter dramatischer Wurf.

Die historischen Gegebenheiten sind souverän verändert. Mit dem Preußen seiner eigenen Zeit darf man Kleist nicht in Beziehung setzen. In der Todesfurchtszene des Prinzen, seinem Nachtwandlertum, seinem Träumen, seinen urmenschlichen Gefühlen,  sah man eine unerhörte unpreußische Feigheit, ja eine Beleidigung des preußischen Offizierskorps und des Staates. 

Ein anderes Preußen steckt in diesem Werk: fern vom geistlosen Exerzierdienst, Kadavergehorsam, Staats- und Uniformkult. Ein Angriff gegen den inhumanen preußischen Militärstaat.
 
In diesem "überpreußischen" geistigen Bereich hat Kleist den Konflikt Gesetz und Freiheit angesiedelt und auf seine Weise zu lösen gesucht. Kleist stellt die Idee von Staat und Gesellschaft zur Diskussion, sucht nach den Bedürfnissen  zwischen Gefühl und Verstand und stellt die Frage nach der Legitimation von Macht und Recht.